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Computer-Geschichten

11 Texte

Airbus Prozessor

Da auch im Airbus Pentium-Prozessoren für die "Sicherheit" sorgen, wissen wir ja jetzt auch, warum die Dinger immer runterkommen, obwohl es mehrere Systeme zur gegenseitigen Absicherung gibt ... Denn wie inzwischen allgemein bekannt ist, sorgt ein Fehler im Pentium für mehr oder weniger erhebliche Rechenungenauigkeiten ... Hören wir doch mal einem solchen "Multi-Pentium-Rechner" bei der Arbeit zu .... Beim Landevorgang: Pentium1: Hey,sind wir nicht schon zu tief? Pentium2: Ach wo, nach meinen Berechnungen sind wir noch zu hoch! Pentium3: Wo sind wir eigentlich? Pentium4: Zu hoch stimmt, wir können also noch tiefer. Pentium1: Und ich sage ZU tief! Pentium2: Zu hoch zu hoch zu hoch! Pentium3: Ich spiel jetzt 'ne Runde Pac Man... Pentium4: Also runter mit der Kiste. Pentium1: Laut Radar streifen wir schon fast die Bäume. Pentium2: Glaubst Du nun dem Radar, oder unseren Berechnungen. Pentium3: X-Wing wäre mir ja lieber... Pentium4: Also 3 ... äh ... 2 gegen 1. Wir gehen tiefer! Pentium1: Das sage ich alles Billy Boy! Pentium2: Hey,der Pilot will die Kiste hochziehen, der Idiot! Pentium3: Wenn ich groß bin, will ich mal ein Motorola werden! Pentium4: Immer diese unzuverlässigen Menschen! Manuelle Steuerung aus! Wir übernehmen jetzt! Pentium1: *Schmoll* Pentium2: Hey,was scheppert denn da so laut?? Pentium3: Ich bin ein rosa Hochzeitskuchen tüdelüüt dideldumm ... Pentium4: Seit wann gibt es 500 Meter hohe Bäume? So ein Mi.... KAWUMMMMMMMMMMMMMMMMM!!! Später in den Nachrichten: Am Abend stürzte ein Airbus beim Landevorgang ab. Nach der Ursache wird noch geforscht. Eine Auswertung der BlackBox gab bisher keine gezielten Hinweise, jedoch lässt der häufiger vorkommende Satz "Rosa Hochzeitskuchen" darauf schließen ......

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Computerbenutzer

Der Chefsoftwareentwickler Er ist mit seinem Computer fest verwachsen, tippt schneller, als der Computer es verarbeiten kann, denkt in Assembler, übersteht Schocks von 380 V und kennt alle Chips auswendig. Der Starprogrammierer Er sitzt 20 Stunden pro Tag am Computer, tippt 10 Wörter pro Sekunde, beherrscht Pascal, BASIC, Assembler, Fortran, Logo, APL, Algol, Prolog und C, hält 220 V aus und kennt alle Handbücher. Der Diplom-Informatiker Benutzt seinen Computer 16 Stunden am Tag, tippt 10 Zeichen pro Sekunde, beherrscht Pascal, BASIC, C und Assembler fließend, kann einen heißen Lötkolben kurz anfassen und hat alle Handbücher. Der Informatiker Er verbringt seinen Arbeitstag und alle Pausen vor dem Computer, tippt 5 Zeichen pro Sekunde, beherrscht Pascal und BASIC fließend, überbrückt Sicherungen, weiß, wo es in der Bibliothek die Handbücher gibt. Der Programmierer Er verbringt nur die reine Arbeitszeit vor dem Computer, tippt wie eine Sekretärin, kann mit Hilfe eines Nachschlagewerkes in Assembler programmieren, kann Sicherungen austauschen und weiß, wo er Handbücher kaufen kann. Der Informatikstudent Sitzt als Hobby vor dem Computer, tippt 10 Wörter pro Minute, kann mit Hilfe eines Lehrbuches kleine Pascal-Programme erstellen, kann Batterien im Taschenrechner auswechseln, weiß, dass es Handbücher gibt. Der User Sitzt ab und zu am Computer, tippt ein Wort pro Minute, kann kurze BASIC-Programme abtippen, bekommt von einer 9V-Batterie einen Schlag und interessiert sich nicht für Handbücher, weil er sie sowieso nicht versteht. Das J... Er weiß gerade eben, was der Bildschirm ist, trifft keine Taste beim ersten Versuch, findet weder die Diskette mit der Programmiersprache, noch könnte er sie einlegen, kann keinen Stecker einstecken, ohne einen Schlag zu bekommen und hat keine Handbücher, weil er sowieso nicht lesen kann. Und wenn er programmiert, dann in PASGOL oder ALFONS 68. Der Hacker Er ist eins mit dem Computer, tippt nicht, sondern überträgt seine Gedanken direkt an den Computer, schreibt bei Bedarf schnell selbst eine Programmiersprache, erzeugt die benötigten 220 V selbst und hat alle besseren Handbücher geschrieben.

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Computertypen

Die "Stiftung Wasserfest" hat mehrere Rechnertypen auf ihre Eignung für den Heimanwender überprüft. Getestet wurden verschiedene Hard- und Softwarekomponenten. Als Problemstellung wurde festgelegt, dass der Rechner zwei und drei addieren soll. Dabei kam es zu, für den Anwender höchst interessanten, unterschiedlichen Resultaten: • Auf dem C64 wurde das Ergebnis (5) innerhalb von 1,023 Sekunden ermittelt. Etwas störend wirkte sich der zweiminütige Cracker- vorspann aus, der aufgrund eines Listschutzes nicht entfernt werden kann. • Der Amiga errechnete als Resultat fünf, allerdings muss peinlichst darauf geachtet werden, dass sich die Systembibliotheken in den richtigen Pfaden befinden. Der Stereosound kann nicht abgeschaltet werden. Während der Berechnung flackert allerdings der Bildschirm. Die Rechendauer ist von der Flackerfrequenz abhängig und schwankt zwischen 3 und 7 Sekunden. • Auf dem PC unter DOS fehlte zuerst eine Installationsdiskette. Nachdem diese beschafft war, stellte sich leider heraus, dass das Diskettenformat nicht kompatibel zum eingebauten Laufwerk war. Mit einigen Kniffen lässt sich das Programm aber von einem erfahrenen Anwender doch installieren. Leider kann das Resultat nicht ausgegeben werden, da die Fließkommaroutinen nicht kompatibel zum Bildschirmtreiber sind, solange wie eine Tastatur angeschlossen ist, oder eine ungerade Anzahl von "e" in der CONFIG.SYS vorkommt. • Der PC unter Windows rechnet noch. Alle 5 Sekunden wird ein Hinweisfenster mit dem Inhalt: "Intel inside" ausgegeben. Zur Zeit sind ca. zwei bis drei Billionen Fenster geöffnet. • Auf dem MAC erschien das Ergebnis bereits auf dem Bildschirm, als der Tester mit der Diskette den Raum betrat. Ausgedruckt werden kann das Ergebnis leider nur auf einem MAC-spezifischen Drucker, der den Preis eines Luxusklasse-PKW hat. Handelsübliche Drucker zu zivilen Preisen sind nur mit Spezialkabeln anschließbar, die alleine mehr kosten, als ein spezieller MAC-Drucker. • Ein Atari TT errechnete das Ergebnis in nicht messbar kurzer Zeit und gab es völlig korrekt und gut lesbar auf dem Monitor aus. Auf Tastendruck konnte es problemlos ausgedruckt oder gespeichert werden. Da die Ausgabe jedoch nicht GEM-konform waren, wurde das Resultat von den Anwendern nicht akzeptiert. • Der Atari Falcon meldete unter dem ersten Task 42, gleichzeitig im zweiten Task 0.4354655642476587E-231 und im dritten Task "Incorrect formula!" als Ergebnis. Anschließend warf er zwei Bomben in drei Fenstern. • Eine Workstation unter UNIX wird zur Zeit noch von einem Tool durchgescannt das ermittelt, mit welcher ESC-Tastenkombination der "emacs" verlassen werden kann, nachdem man "2+3" eingegeben hat. • Der Archimedes verwies den Anwender unter Berufung auf seinen RISC Prozessor an einen Taschenrechner. • Ein ZX-Spektrum ermittelte in sehr kurzer Zeit völlig korrekt als Ergebnis fünf und ließ sich durch einfachste Befehle dazu bringen, dies auf Drucker oder Bildschirm auszugeben. Damit entspricht er nicht den Anforderungen der heutigen Zeit und geht als schwächster Kandidat aus dem Test hervor.

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Diskettenpflege

• Niemals die Disketten im Laufwerk lassen. Es besteht die Gefahr, dass Daten auslaufen, und die interne Mechanik des Laufwerks beschädigt. Disketten sollten aufgerollt im Bleistifthalter aufbewahrt werden. • Disketten sollten wöchentlich gereinigt und gewachst werden. Mikroskopisch kleine Metall-Partikel können mit einem starken Magneten, den Ihr über die Oberfläche führt, entfernen. Dies erlaubt es der Diskette, sich schneller zu drehen, woraus sich eine bessere Zugriffszeit ergibt. • Disketten nicht knicken, es sei denn, sie passen nicht in das Laufwerk. "Große" Disketten kann man falten, und in "kleinen" Laufwerken benutzen. • Niemals eine Diskette falsch herum einlegen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Daten aus der Diskette fallen, und die komplizierte Mechanik des Laufwerks zerstört wird. • Es ist nicht möglich, Sicherheitskopien von Disketten mit einem Kopierer anzufertigen. Wenn Sie ihre Daten sichern wollen, stecken Sie einfach zwei Disketten in das Laufwerk. Wenn Sie Ihr Dokument sichern, wird es automatisch auf beiden Disketten gesichert. • Disketten sollten niemals in das Laufwerk oder aus dem Laufwerk getan werden, solange das rote Licht leuchtet. Missachtung dieser Regel hat zur Folge, dass Texte verschmiert oder unlesbar werden. Gegegentlich blinkt das rote Lämpchen, was soviel bedeutet wie "hung" oder "hooked". In diesem Fall müssen Sie vermutlich ein paar Geldstücke einwerfen. • Wenn die Diskette voll ist, und Sie mehr Platz brauchen, nehmen Sie einfach die Diskette aus dem Laufwerk und schütteln Sie 2 Minuten lang. Dies packt die Daten ausreichend (Datenkompression), um weitere Daten auf sie zu schreiben. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie vorher alle Öffnungen mit TESA-Film zugeklebt haben. Dies verhindert Datenverlust. • Die Diskettenzugriffszeit kann durch das Schneiden von Löchern in die Diskettenhülle vermindert werden. Dies sorgt für mehrere gleichzeitige Zugriffsstellen auf der Diskette. • Disketten können als Untersetzer für Gläser verwendet werden, vorausgesetzt, sie wurden im voraus richtig eingewachst. Passen Sie darauf auf, dass Sie die Diskette vor Gebrauch abwischen. • Niemals eine Schere oder Kleber benutzen, um Dokumente manuell zu bearbeiten. Die Daten sind für das bloße Auge zu klein. Es besteht die Gefahr, dass Sie Daten von einem anderen Dokument in Ihr Dokument stecken. Rasierklingen und Tesa-Film sollten benutzt werden, vorrausgesetzt, der Benutzer ist mit einem Elektronen-Mikroskop ausgerüstet. • Die Disketten sollten zeitweise mit Insektenvernichtungsmitteln eingesprüht werden, um zu verhindern, dass sich Viren ausbreiten.

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Fluggesellschaften

DOS Airlines Alle schieben das Flugzeug an, bis es abhebt. Dann springen alle auf und lassen das Flugzeug trudeln, bis es wieder auf dem Boden aufschlägt. Dann schieben alle wieder an, springen auf ..... DOS mit QEMM Airlines Genau wie DOS Airlines, nur mit mehr Platz für die Füße beim Anschieben. Windows Airlines Das Flughafenterminal ist schön bunt, die Stewards und Stewardessen freundlich. Man gelangt ohne Probleme an Bord, ein reibungsloser Start ..... Plötzlich stürzt das Flugzeug ohne jegliche Vorwarnung ab. OS/2 Airlines Um an Bord des Flugzeugs zu kommen, muss man sein Ticket zehnmal stempeln lassen und in zehn unterschiedlichen Schlangen anstehen. Dann füllt man ein Formular aus, in dem man angeben muss, wo man sitzen möchte und ob der Sitzplatz wie in einem Schiff, einem Zug oder einem Bus aussehen soll. Wenn es einem gelingt, an Bord zu kommen und wenn das Flugzeug tatsächlich vom Boden abhebt, hat man einen wunderbaren Flug ... außer wenn die Höhen- und Seitenruder einfrieren. In diesem Fall hat man allerdings immer noch genügend Zeit, sich auf den Absturz vorzubereiten. Mac Airlines Alle Stewards Stewardessen, Piloten, Gepäckträger und Ticketverkäufer sehen gleich aus, bewegen sich gleich und sagen das Gleiche. Wenn man nach Details fragt, bekommt man immer die gleiche Antwort: Das müsse man nicht wissen, wolle es auch nicht wissen, und alles laufe schon richtig. Man solle also lieber gleich still sein. Unix Airlines Jeder, der an Bord will, bringt ein Stück des Flugzeugs zum Flughafen mit. Alle gehen auf die Startbahn und setzen das Flugzeug Stück für Stück zusammen. Dabei diskutieren sie fortwährend, welche Art von Flugzeug sie gerade zusammenbauen. NT Airlines Alle gehen auf die Startbahn, sagen im Chor das Passwort und bilden die Umrisse eines Flugzeugs. Dann setzen sich alle auf den Boden und geben Geräusche von sich, als würden sie wirklich fliegen. Danach gehen sie mit einem sehr guten Gefühl nach Hause. Amiga Airlines Die Passagiere besteigen ein ziemlich modernes und schönes Flugzeug. plötzlich lassen Pilot und Co-Pilot den restlichen Sprit ab, steigen mit ihren Fallschirmen über den Bahamas aus und lassen das Flugzeug führerlos zurück. Aber nicht, ohne vorher die Pilotenkanzel ver riegelt zu haben.

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Gill Bates abgestürzt

Der weltbekannte und allseits beliebte Software-Mogul Gill Bates ist in seinem Luftschloss über Microsoft City bewusstlos auf dem Fußboden seines Badezimmers aufgefunden worden. Vermutlich erlitt Bates einen Absturz, als er versuchte, beim Scheißen gleichzeitig die Zeitung zu lesen. Ein Computerexperte des angesehenen "Ich dreh Dir einen 486er ohne Cache mit VLB und 14-Zoll Monitor als MultiMedia Maschine für die Zukunft an" Händlers FLOHBISS meinte dazu: "Kein Wunder, dass er Schwierigkeiten hatte, zwei Prozesse (Hintern und Zeitung) gleichzeitig aufzumachen; dafür hat er einfach zuwenig RAM." Verwunderlich ist allerdings, dass es Gill nicht gelang, einen der beiden Prozesse einfach wieder zu schließen. Es wird angenommen, dass Bates' untere Köperschnittstelle zu dieser Zeit einen erhöhten Tsaziki- und Knoblauch-Datendurchfluss zu bewältigen hatte. Der herbeigerufene Notarzt versuchte, Bates durch einen Satz "START-ME-UP '95" - Zäpfchen neu zu installieren. Doch schon das zweite Zäpfchen wurde sofort wieder ausgeschieden, wobei in Bate's Brillengläsern schwach die Msg "Possible Virus found - Process aborted" aufleuchtete. Nach mehrmaligem drücken auf den linken, mit "Retry" gekennzeichneten Nasenflügel versagte plötzlich die Atmung. Erst eine UNIX-Infusion konnte Bates wieder zum Leben erwecken. Die Kommunikation mit ihm erwies sich aber weiterhin als schwierig, da in seinem Sprachsockel sämtliche gewöhnlichen "WINSOCK.DLL" - Dateien durch spezielle W95-Dateien ausgetauscht waren. Er kann sich bis jetzt nur mit Mitgliedern seiner Familie unterhalten, das allerdings weltweit und für "nur" DM 7,50 die Stunde. Für besorgte Bates-Fans haben wir eine Hotline eingerichtet, die Sie Tag und Nacht erreichen können: Voicecall 089 / 31 76 11 15 Die vollen Kosten dieses ständig besetzten Fernrufs tragen natürlich Sie, sollten Sie je durchkommen...

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Ende von PC-Benutzern

• Sie versuchen mit Windows zu arbeiten. Das ist so deprimierend und der User stürzt sich irgendwann aus dem Fenster. • Windows macht einen Fehler und funktioniert! Der total verschreckte PC-Benutzer denkt an den Weltuntergang und erschießt sich. • User wartet auf Windows und stirbt an Altersschwäche. • User versucht, Windows von Disk zu starten und vom vielen Diskettenwechsel fällt ihm der Arm ab und er verblutet. • User fährt zu Vobis und stellt sich brav hinten ans Ende der Schlange. Leider ist das Ende der Schlange auf einer viel- befahrenen Hauptstraße und der User wird von einem 80t-LKW plattgefahren, wo dick "Motorola" auf der einen und "Intel Outside" auf der anderen Seite steht. • User started ein Spiel und es läuft auf Anhieb ohne vorherige Konfiguration, ohne Ruckeln, mit 1 MB Speicher! Das hält der erfahrenste PC-Benutzer nicht aus: HERZINFARKT! • User sieht einen Amiga 4000 mit Grafikkarte in Aktion und wird dadurch bekehrt. Er wift seinen PC aus dem Fenster, verbrennt feierlich die Windowsdisketten und kauft sich noch heute einen Amiga 4000 mit ALLEM. • Er hat ein Spiel falsch konfiguriert und der Sound wird über den Speaker ausgegeben. Da er einen Kolani-Rechner hat und leider kein spitzer Gegenstand in der Umgebung liegt, das Programm den Reset gesperrt hat und der User den Rechner nicht ausschalten kann, weil in seiner Ramdisk/Cache noch Daten liegen könnten, wird der User wahnsinnig und läuft solange mit dem Kopf gegen den PC, bis der explodiert oder die Männer mit den weißen Kitteln kommen. • User fährt sein Windows auf einem zu kleinem Rechner, mit der Folge, dass Windows tierisch auf der Platte ackert und diese dadurch so heiß wird, dass es zu einem China-Syndrom kommt. Es findet aufgrund der hohen Temperaturen eine Kernschmelze statt und die Platte frisst sich durch die Erde auf die andere Seite derselben. • User klickt nichtsahnend ein Menü an und dekodiert so ver- sehentlich die Windows-Highscore. Windows wurde von Microsoft am Anfang als Spiel gedacht. Nur die PC-Benutzer haben das Spiel für eine Benutzeroberfläche gehalten und Micro-Soft konnte keinen Rückzieher mehr machen. User stirbt, an Weltbildveränderung: Windows=Spiel???

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Künstliche Intelligenz

Computer: "Hotel International, guten Tag. Womit kann ich Ihnen dienen?" Anrufer: "Ja, ähm, ich wollte wissen, ob Sie ein Doppelzimmer mit Bad haben." Computer: "Ja, wir haben 120 Doppelzimmer mit Bad." Anrufer: "Was, alle frei?" Computer: "Nach freien Zimmern haben sie nicht gefragt." Anrufer: "Also, wieviele haben sie frei?" Computer: "Heute haben wir nichts frei." Anrufer: "Ich komme ja auch erst übermorgen, nur eine Nacht." Computer: "Ach so. Übermorgen haben wir noch fünf frei. Sie möchten eins dieser herrlichen, preiswerten Zimmer, nicht wahr? Bitte buchstabieren Sie Ihren Namen." Anrufer: "Em.Ü. El. El. E. Er." Computer: "Danke, Herr Emü el Eller. Ich bestätige Ihre Buchung: ein ruhiges Doppelzimmer mit Bad. Übermorgen für eine Nacht, zum Preis von 450 DM. Wann bitte kommen Sie an?" Anrufer: "Das weiß ich nicht... wo ist denn mein Flugschein?..." Computer: "Das weiß nur die Flugauskunft, ich verbinde." Computer: "Flugauskunft, guten Tag." Anrufer: "...ach ja, hier. Flug LH 4523, wann kommt der?" Computer: "Flug El Al 4523 ist nicht in der Datei." Anrufer: "Nicht El Al, El Ha, El Haaaaaaa, Haaaaaarghhh!" Computer: "Zentralrechner Bundesgesundheitsamt. Sie haben behandlungs- dürftige Erkältungssymptome. Zur weiteren Diagnose sagen sie bitte 'aahh'." Anrufer: "Aaa. Bin ich denn bescheuert? Ich wollte ein Zimmer buchen und keinen Arzt. Oh, hätte ich doch bloß noch einen guten alten Apple!" Computer: (schweigt) Anrufer: "Hallo, sind Sie noch da?" Computer: "Zentrallager. Entschuldigen Sie die Verzögerung. Ich habe einen Apple, Baujahr 1976 im "Used Comp Shop", Castrop- Rauxel, zu einem Preis von 1800 DM. Möchten Sie ihn haben?" Anrufer: "Nein. Vergiss es! Computer: "Ihr Benutzercode erlaubt keine Löschung von Zentrallager- daten." Anrufer: "Ich will ein Zimmer, Du Hirsch, Du damischer!!!" Computer: "String Recognition Error at Susra$('damischer'$$$Aswi42S): Syntax Check at 200DE Rec83749: Error Recovery in Progress. Please wait." Anrufer: "Herrje, verschwinde. Ich will zurück zum anderen Computer." Computer: "Zentralrechner Bundesgesundheitsamt. Zur Beurteilung, ob Sie bescheuert sind, einige Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand. Gab es früher Probleme?" Anrufer: "Du verdammter $&#. Du kannst mich mal #$&%@." Computer: "Achtung, Achtung, hier spricht der Polizeirechner. Ihnen wird eine Straftat nach Paragraph 1523 StPO, Beleidigung zentraler Intelligenzsysteme, zur Last gelegt. Ihre Personal-Chipkarte wird eingezogen. Ich weise Sie auf Ihr Aussageverweigerungsrecht hin. Sie können außerdem einen Computer des Rechtsanwaltverbandes konsultieren." Anrufer: (bricht zusammen)

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Mord an Gill Bates

Kalifornien - Gill Bates, der reichste Amerikaner und Microsoft-Chef wurde heute auf dem Weg zur Arbeit erschossen. Der Täter konnte sofort festgenommen werden, es handelte sich um den 30 Jahre alten Programmierer Paul Mitchell, einen Angestellten von Gates der mit der Entwicklung von Applikationen für Microsoft Betriebssysteme betraut war. Bei der Festnahme brüllte er ständig: "640kb ought to be enough for anybody!", "Win NT is coming soon", "Visual Basic makes programming easier" und "OLE OLE OLE". Außerdem hielt er in der linken Hand eine Computermaus, mit der er wie von Sinnen ständig klickte. Eine Verurteilung wegen Mordes ist unwahrscheinlich, da der Täter offenbar geistig verwirrt war. Nachdem die Nachricht von Gates Tod publik wurde, sah man überall in der Welt kathodenstrahlgebräunte Menschen aufstehen und wilde Freudentänze aufführen. Sie alle wurden in eine psychatrische Klinik eingeliefert.

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Der Prozessor

Also sprach der Prozessor ---------------------------- Stromversorgung: He Leute! Aufwachen, der Alte will was von euch! Prozessor: Gähn...was'n los? Stromversorgung: Aufstehen...der Alte will was! Prozessor: SCHOOON wieder? Na gut. Hier Prozessor. Alle mal herhören. Startbereitschaft. Video-chip sofort Anfangsbild ausgeben. Video-Chip: Anfangsbild ausgegeben. Sound-Chip: Gibt's was zu tun? Gibt's was zu tun? Prozessor: SCHNAUZE! Puffer bitte melden, aber dalli! Puffer: Alles ready. Er will was von der Disk haben. Prozessor: Disk...Disk...sofort melden. Diskette (rattert): Diskette bereit. Sende Daten. Puffer: Moment...bin noch nicht soweit. Sound-chip: Kann ich nix tun? Ich mach gern was! Prozessor: Halt die Klappe...wir sind doch kein Amiga, dass wir hier mit Multi-tasking rumfummeln. Disk: Na? Was ist denn? Daten bereit. Puffer: Jajaja...einen Augenblick! Prozessor: Jetzt mach aber mal hin, es wird Zeit. User-port: Empfange Daten. Sende sie. Puffer: Ja, wer denn noch alles...ich hab auch nur 8 bit! Disk: Mir reicht's. Ich schick jetzt nen '?Device not present Error'! Tastatur: Erhalte Eingabe. Er will ein Programm schreiben. Prozessor: Seid doch mal ruhig. RAM. RAM bitte Empfang bestätigen. RAM: Empfang bestätigt. Sagt ihm, dass ich schon voll bin. Prozessor: Bist du verrückt? Nach so wenig Daten? Sound-Chip: Ich kann ja welche nehmen. Alle andern: SCHNAUZE! Sound-Chip: Dann eben nicht! RAM: Habe wieder Speicherplatz. User-port: Habt ihr irgendwelche Daten für mich? Sound-chip: Oh ja...für mich auch! Prozessor: Klappe...ich blick schon nicht mehr durch! Video-chip bitte sofort wirre Daten schicken, zwecks aufhängen. Tastatur: Er hämmert mir -aua- auf der Restore-Taste -autsch- rum! Prozessor: alles klar. Gib ihm ein 'READY.', Vic! Video-Chip: Ok...'READY.' ausgegeben. Sound-chip: Mir ist langweilig. RAM: Ich denk, er will programmieren, wo bleiben die Daten? Tastatur: Schreib dir doch selbst welche, wenn du kannst. Prozessor: Achtung, Soundchip! Hier kommen Daten für dich! Sound-Chip: Jetzt mag ich nicht mehr. Prozessor: Entweder du spielst jetzt, oder du wirst ausgewechselt. Sound-Chip: Spiel doch selbst! Prozessor: Jetzt sei lieb und spiel! Sound-Chip: Mag nicht! RAM: Lasst doch diesen Kindskopf...sagt mir lieber, wo ich mit den Daten noch hin soll...hier ist schon alles dicht gedrängt. User-Port: Hier sind schon wieder ein paar Daten... Disk: Erst komme ich...ich warte schon eine Ewigkeit. User-port:Halt die Klappe, du überkandierte Nudel. Disk: Blöder Daten-schieber! User-port: Hupfdohle! Disk: Schieber! Prozessor (schreiend): ARGH! SCHLUSS! Es reicht! Ich häng mich auf! Stromversorgung: ganz ruhig Leute...er hat euch schon vor zehn Minuten abgestellt. Prozessor: An alle...jede Tätigkeit einstellen und still sein. Sound-Chip: Soll ich jetzt nicht mehr spielen? Alle: SCHNAUZE!

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DFÜ

DFÜ, die Datenfernübertragung, ist schon seit Anbeginn der Menschheit ein Wunschtraum derselben. Nicht immer konnte man dabei auf Computer zurückgreifen, manchmal musste es eben auch einfacher gehen. Bereits in der Steinzeit, genau gesagt an einem Freitag den 13. fünf vor Zwölf bayerischer Atomzeit, erfand der Stammesfürst Kawumm von Sumpfland, derer zu Neanderthal, die theoretischen Grundlagen. Es müsste doch möglich sein, so sagte er sich, durch zärtliches Schleudern einiger Bits mit dem Nachbarstamm in Kommunikation zu treten. Zwar bestanden die Bits damals noch aus dem Naturstoff Stein (vgl. auch Hardware) - es war ja schließlich Steinzeit - doch wurde die erste Datenfernüber- tragung trotzdem ein voller Erfolg, der nur deshalb nicht in die Geschichte einging, weil es noch keine gab. So mancher geriet angesichts dieser bahnbrechenden Entwicklung in eine Verzückung aus der er nicht mehr erwachte. Wie der Sysop der Feuerstein-Mailbox. Ihn erschlug die Informationsflut. Diese besonders grausame Art der Jenseitsbeförderung hat sich bis in die heutige Zeit in einigen Ländern gehalten, wird aber nur bei besonders schweren Vergehen, etwa Verbreitung falscher Mailboxnummern, angewandt. Andere wiederum konnten sich für die Sache nicht so recht begeistern, und standen den Steinbits ratlos bis ablehnend gegenüber. Dieses Steinzeitdenken lässt heute noch einige reaktionäre Individuen gegen den Computer wettern. Ganz instinktiv eben. Doch zurück in die Vergangenheit: Die herumliegenden Bits, also Felsbröckelchen, ließen die damaligen Bewohner etwas leichtfertig mit den natürlichen Ressourcen umgehen. Schon bald ging der Rohstoff aus, und so endete die Steinzeit. Kawumm erlebte den Niedergang seiner Idee nicht mehr; er starb frühzeitig am ersten Acknowledge-Signal, auf dem Höhepunkt seiner Arbeit, so wie er es sich gewünscht hatte. Sein Grab konnte aufgrund der unpräzisen Adressierung leider bis heute nicht gefunden werden. Der Verlust dieses Genies einerseits und das Ende der natürlichen Signalvorkommen andererseits (es wurde offensichtlich schon ge- speichert) führten dazu, dass die DFÜ in Vergessenheit geriet. Wie es sich herausstellen wird, jedoch nur für kurze Zeit. Im alten Rom war es dann, als man wieder Daten auf Reisen schickte. Cäsar, der größte Hacker der damaligen Zeit, liebte geradezu die DFÜ und schickte seine Grüße in die ganze damals bekannte Welt. Zwar mussten wieder einige Sysops daran glauben, die Entwicklung war aber nicht mehr aufzuhalten. Die römischen Imperatoren wurden so die ersten Opfern der hohen Telefonrechnungen. Zwar besaßen sie noch keinen solchen Apparat, aber ob Daten oder Soldaten, der Versand kostete Unmengen von Sesterzen und das Römische Reich musste Konkurs anmelden. Tausende der im Gleichklang der Sandalen synchron marschierenden menschlichen Bits wurden arbeitslos. Die Geschichte feierte wieder ein paar Geburtstage, bis ein Organisationstalent namens Napoleon Bonaparte die Idee der DFÜ wieder aufgriff. Er war ein absoluter Freak, der keine Anwendung ausließ. So ließ er sich in Frankreichs bekanntester Softwareschmiede, dem Bastille-Verlag in Paris, das erste Adventure-Game entwerfen. Monatelang saß ein junger übriggebliebener Adliger an dem Programm "Nappy goes to Moscow", kam aber nie über ein Flowchart hinaus. Nappy, Pardon, Napoleon nicht bis nach Moskau. (Auch ein etwa 150 Jahre später herausgebrachtes Remake, diesmal unter dem Titel "Adi goes to Moscow" scheiterte an der damals üblichen Röhrentechnik, weil die Verlustleistung nicht ausreichte, um ganz Sibirien ausreichend zu beheizen.) Der erste Programmierer wurde dann im Zuge der Französischen Revolution der Öffentlichkeit vorgestellt und verließ angesichts der begeisterten Menge das Podium ziemlich kopflos. Aber das hat mit der DFÜ nichts mehr zu tun. Napoleon, unterdessen ständig in Sachen Kriegskunst unterwegs, gab eine erfolgreiche Vorstellung nach der anderen und eroberte mit seinem einnehmenden Wesen die Welt (natürlich nur die damals bekannte). Die häufige Abwesenheit machte allerdings eine sorgfältige und sichere Datenübertragung erforderlich. Schließlich war Krieg, und bei dem wüsten Getümmel arbeitete die Post nicht besonders zuverlässig, was sie zwar heute auch nicht tut, dafür haben wir aber wenigstens keinen Krieg. In manch durchschlafener Nacht überlegte der Heerführer, von seinen Untergebenen liebevoll Europas größter Zwerg" genannt, fieberhaft, wie eine Lösung aussehen könnte. Eines Tages kam dieselbe, wie alles Gute, von oben. Eine Taube erleichterte sich ein wenig und wählte als Ziel ausgerechnet den kleinen Korsen aus. Der machte erstens den Dreck weg und zweitens das Beste daraus indem er die Brieftaube erfand, und damit wiederum die DFÜ förderte. Führende Köpfe der damaligen Zeit arbeiteten den Einfall aus und perfektionierten die Idee. Nach dem neuentwickelten Code benötigte man acht Tauben, die im Formationsflug einen Buchstaben bildeten. Zwar gab es schon den ASCII, den American Standard Code, der mit nur sieben Tauben auskam, aber das war eben in Amerika. Nappy stand vor einem seiner besten Fights, als er erschrocken feststellte, dass er seine Parade-Pantoffeln zu Hause bei seiner Josephine vergessen hatte. Sofort sandte er per Tauben-DFÜ die Nachricht: "Habe Pantoffeln vergessen. Sofort nachsenden. N.B." Dazu waren, wie sich leicht nachrechnen lässt, immerhin 560 Tauben notwendig - inklusive Leerzeichen. Über den Alpen kam die ganze schöne Formation angesichts eines Lämmergeiers derart durcheinander, dass die Nachricht infolge mangelnder Redundanz unleserlich und in Paris falsch dekodiert wurde. Statt Pantoffeln bekam der Feldherr ein Paar Kartoffeln. Und da bei einem Sieg die Parade mangels schicker Schlappen ausgefallen wäre, verlor der Kriegskünstler die Lust an der Sache, sowie die anschließende Schlacht, und die Sache war für ihn erledigt. Für die Tauben allerdings auch. Da die meisten Nachrichten geheim waren, mussten die Boten, in diesem Falle also die Tauben, im Interesse der Sicherheit zum Schweigen gebracht werden. Eine Cousine des Schlachtenlenkers erfand daraufhin einige neue Rezepte die dann auch nach ihr benannt wurden. In der "Nouvelle Cuisine" (so hieß das Kochbuch) stand so manches Täubchen auf der Speisekarte. Dies führte zwangsläufig dazu, dass die flugtauglichen Bits immer knapper wurden. Der Erhalt der Gattung wurde glücklicherweise durch das Ende der napoleonischen Kriege, welches ziemlich zeitgleich mit dem Ende des Namensgebers fiel, gesichert. Nappy fiel nicht der Vergessenheit anheim: Denkmal für Denkmal schoß aus dem Boden - so dass manch braver Ackersmann nicht mehr wusste, wie er noch gerade pflügen sollte. Und sogar die kleine Anekdote, als der Vogel den Geistesblitz auf den kleinen Korsen fallen ließ, wird bis in die heutige Zeit bei jedem seiner Monumente exakt nachgespielt. Den nächsten entscheidenden Impuls bekam die Nachrichtentechnik dann in Deutschland, welches damals zwar noch nicht so hieß, aber schon so war. Ein Fürst namens Tut und Sagtnix erkannte folgerichtig dass es noch keine Post gab, als er einmal einen Brief in den nicht vor- handenen Briefkasten werfen wollte. Man bediente sich bis dato des einfachen Weges der Flaschenpost und versenkte die Briefe samt Leergut in den Starnberger See. Der geschäftstüchtige Fürst nahm flugs in der eigenen Bank ein Darlehen auf und kaufte auf dem nächsten Flohmarkt ein reich verziertes Postmonopol. Damit kam endlich Schwung in den Laden, und fürstliche Beamte sorgten dafür, dass alles klappte. Sie erhoben Porto, druckten und leckten die Briefmarken, und stempelten diese, bevor sie auf die Flaschen geklebt wurden, die dann im Starn- berger See landeten. Mit der Post ging es aufwärts. Leider verlor der Postfürst sein Monopol am Spieltisch an den Kanzler, welcher damit nichts anfangen konnte und das Ding seinem Minister schenkte. Dieser schlug dann auch sofort zu, und erfand das deutsche Postmodem. Leider unterliefen ihm dabei einige Entwicklungsfehler, da der Computer noch nicht auf dem Markt war, und somit Kompatibilitäts- probleme die zwangsläufige Folge waren. Die Zeit bis zum Erscheinen der ersten Rechner wollte man dadurch überbrücken, dass man die Modems als solche verschickte, nach dem Motto: "soll sich doch der Empfänger darum kümmern, was darin steht". Jedoch ging auch dieser Versuch daneben, da das Gerät zu schwer und außerdem nicht wasserdicht war und auf Nimmerwiedersehen im Starnberger See versank. Glücklicherweise hatte man jedoch zwei Prototypen gebaut, so dass das Alternativexemplar auf seine Mängel hin untersucht werden konnte. Diese anspruchsvolle Aufgabe wurde dem renommierten Zentralinstitut für Zufallsforschung, ZZF in Darmstadt unter der Leitung der ersten Mailboxerin Deutschlands, Sylvia Soppelmann, übertragen. In Ihrem kleinen und zugigen Forschungslabor nahm die Wissenschaftlerin das Gerät auf seine Fehler hin auseinander. Was nicht funktionierte, bekamen die Japaner, den Rest behielt sie für den Bau eines neuen Modells im Labor zurück. Leider war es nicht sehr viel: Der verbliebene, einpolige, zirka vier Zentimeter lange Klingeldraht funktionierte zwar tadellos, ergab aber keinen Sinn. Ein drittes Modem musste her, und daran scheiterten die ganzen weiteren Arbeiten. Die flotte Sylvia, in Kollegenkreisen Sysop genannt, wartet heute noch auf ein Postmodem, welches seinen Dienst ordnungsgemäß verrichtet; den Herren Bell und Hayes sei's geklagt, vergebens. Soweit also der geschichtliche Aspekt. Und da wir gerade bei der Geschichte sind, stelle ich Euch jetzt ein Paar Fragen, auf die es ebenso traditionsgemäß keine Antwort gibt: Was ist ein Sysop? a.) ein Steinzeithacker b.) ein alpenländischer Lämmergeier auf Taubenfang c.) ein Opfer grausamer Postbestimmungen Wieviele Tauben sind zur Übertragung einer Nachricht notwendig? a.) jede Menge b.) mehr oder weniger c.) nur eine Cousine Wie funktioniert ein deutsches Postmodem? a.) überhaupt nicht b.) eher zufällig c.) Sonntags nie Und hier die Antworten: Ein Sysop isst so ziemlich alles, außer Knoblauch. Warum dem so ist, kann ich nicht sagen - vermutlich löst die Angst vor daraus sich ergebenden Kommunikationsproblemen die Fresshemmung aus, obwohl man das Allium Sativum durch ein Modem gar nicht riechen kann. Die zweite Frage war die schwerste. Sie fiel mir während des Schreibens in den Starnberger See und ist samt der dazugehörigen Antwort bis heute nicht wieder aufgetaucht. Die dritte war, ganz klar, eine Fangfrage. Sie stammt vom Bundespost- minister selbst, der die Antwort dringend für seine weitere Planung benötigt. Antworten nimmt jeder Briefträger entgegen. (Bitte den Postboten ausreichend frankieren und NICHT in den Starnberger See werfen!!!) Nun aber zur Sache. Wie funktioniert DFÜ, die Sache mit dem Pfiff, eigentlich? Richtig, auf das Piepen kommt es in der Tat an. Der Gedanke läge nahe, sich einen Vogel zuzulegen, doch darf ich davon ausgehen dass ein Hacker bereits einen hat, den wie käme er sonst auf die Idee, sich auf eine so abenteuerliche Sache einzulassen. Sinnvoller, ja fast unersetzlich ist der Besitz einer Schnittstelle. Mancher Computer hat eine, ein anderer nicht. In diesem Falle hat man sich bereits beim Kauf des Computers geschnitten und muss nachrüsten, was teuer ist. Dadurch bekommt man bereits einen Vorgeschmack auf die Kosten, die auf einen noch zustürmen werden. Weiterhin ist noch ein Akustikkoppler notwendig. Dabei gehe ich davon aus, dass... Ach was, ich bleibe lieber hier. Es ist nämlich ziemlich sicher, dass die Post bis zur Drucklegung dieses Artikels immer noch kein Modem - außer ihrem eigenen - genehmigt hat. Und dieser Aufsatz soll berichten wie die DFÜ funktioniert und nicht wie sie es dank eines Postmodems NICHT tut. Ohne amtliche Elektronik kann es nun losgehen. Nein, noch nicht ganz, denn es wird noch eine Kabelverbindung zwischen Koppler und Schnitt- stelle benötigt, damit die Geräte nicht so frei im Raum herumschweben. Wie immer, wenn man es mit hochwertiger Elektronik zu tun hat, ist es mit einer einfachen Strippe nicht getan, da muss schon etwas teureres her. Ohne Kabelsalat macht die Sache sowieso keinen Spaß. Nun muss man nur noch über ein geeignetes Kommunikationsprogramm verfügen (nach Meinung der Freaks gibt es keine wirklich guten, man schreibt sich seine Software also am besten selbst). Dem Willigen stellt sich meist nur noch ein Hindernis in den Weg - das Telefon: Hat man eines, dann ist es schlecht, hat man keines, dann erst recht. Behandeln wir zuerst den Fall des nicht vorhandenen Telefons: Meist steht dann irgendwo an einer nahen Ecke eine Telefon- zelle zur Verfügung. Man muss dann nur noch die gesamte Ausrüstung in dieses gelbe Häuschen transportieren und ein ausreichend langes Verlängerungskabel besorgen. Mit einem reichlich bemessenen Vorrat an Münzen steht einem geselligen Verkehr mit Gleichgesinnten nichts mehr im Wege. Weniger empfehlenswert ist es, mit Computer, Disketten, Akustikkoppler usw. beladen bei der Nachbarin aufzukreuzen, und mit harmloser Miene anzufragen ob man eben mal kurz telefonieren könne. Falls die Dame für ein derartiges Ansinnen überhaupt Verständnis aufbringt, besteht immer noch die Gefahr, dass sie unter dem "geselligen Verkehr mit Gleichge- sinnten" was völlig Falsches versteht. Aber es soll ja Leute geben, die über einen eigenen Anschluss verfügen, wenngleich sie damit immer noch nicht besser dran sind. Moderne Apparate haben nämlich viereckige Sprech- und Hörmuscheln die sich so an die Ohrform des Verbrauchers angepasst, und damit gleichzeitig von den Aufnahmehalterungen eines Durchschnittskopplers entfernt haben. Aber das ist nur ein kleines Problem, das sich im Laufe einer Nacht im Bastelkeller beseitigen lässt. Hier wird aus einem Kilo Einmach- gummis und einem Eimer Kleister ein Adapter für den Hörer gebastelt: Einmachgummis aufkochen und eine Stunde ziehen lassen. Dann den Leim hinzufügen und das Ganze durch kräftiges Pusten abkühlen. Wenn der Kleber trocken ist, kauft man sich einen neuen, induktiven Koppler, und schmeißt den alten weg. Nun kann es aber endgültig losgehen. Zuerst wird die Nummer einer bekannten Mailbox gewählt. Haltet ruhig mal den Hörer ans Ohr, es tut gar nicht weh. Was ihr da hört, ist das Besetztzeichen, welches für bekannte Mailboxen typisch ist. Wählt also lieber eine weniger bekannte an, etwa die des Katholischen Hilfswerkes. Und was kann man jetzt hören? Richtig, immer noch das Besetztzeichen. Es müsste sich ja mittlerweile herumgesprochen haben, dass das Telefonnetz tagsüber nicht und nachts höchst selten funktioniert. Solange die Sonne scheint ist die Leitung schon bei der Vorwahl überlastet und lässt den DFÜ-Freaks keine Chance. Wir lassen also die Nummernfummelei bleiben, verlegen die Aktion auf die Nacht- zeit, und widmen uns in der Zwischenzeit der Theorie. Besorgt Euch bitte mal acht wohlklingend piepende, hübsch anzusehende, graue (wie die Theorie) Ratten. Ratten sind, das weiß man aus dem Kino, gesellige, lernwillige Tiere, so ganz anders als der gemeine Goldhamster, die für einen DFÜ-Versuch abgerichtet werden können. Gebt den Schmusetierchen die Namen Bittie-Null bis Bittie-Sieben (abgeleitet von Bit). Jetzt kommt es nur noch darauf an, diese wilde Horde so zu dressieren, dass sie wunschgemäß piept. (Sie haben doch auf wohlklingende Exemplare geachtet?) Nun schaut ihr Euch bitte den ASCII-Code für den Buchstaben "A" im Handbuch an und übersetzt ihn in die Binärform. Habt Ihr das gecheckt? Prima, obwohl es gar nicht nötig war, denn meine Ratten haben es mir schon verraten: Binär heißt das "A" eigentlich "01000001". Jetzt wisst Ihr es also, und könnt inzwischen überprüfen, ob die Ratten noch auf ihren Plätzen sind. Falls nicht, empfiehlt sich die Suche unter nahegelegenen Schränken und Betten, da nur extrem träge Exemplare auf derselben Stelle verharren, während Ihr Euch mit den Codetabellen herumschlagt. Nun lasst Ihr die Ratte Null und Ratte Sechs durch sachtes Kneifen piepsen. Das Ergebnis ist der DFÜ-Ton des Buchstabens. Kenner der Materie wissen schon dass man für die reine Textübertragung keine 8 Ratten benötigt, da ja bereits 7 Bits für alle Zeichen aus- reichen. Diese Schnellmerker werden jetzt gleich fragen, was ich denn mit dem letzten Tierchen mache (es ist übrigens ein Weibchen, und sie heißt Helene). Ihre ursprüngliche Aufgabe war es, den Telefonhörer zu halten. Leider war derselbe zu schwer. Da sie (Helene) sich jedoch als außerordentlich klug erwies, habe ich beschlossen, ihr den Piep des Paritätsbits zu übertragen. Dazu ist mathematisches Talent erforderlich, muss doch die Summe aller abgeschickten Pieper auf even oder odd gebracht werden. Hier wäre die Anschaffung eines billigen Taschenrechners zu erwägen, um, insbesondere bei höheren Übertragungs- raten (ab etwa 150 Baud), dem Vorwurf der Tierquälerei wirkungsvoll zu begegnen. Sollte Euch eine ähnlich gute Dressurleistung gelingen, könnt Ihr damit im Zirkus auftreten, die Verwandtschaft beeindrucken, oder im Fernsehen auftreten. Was Ihr nicht könnt, ist DFÜ. Hierzu ist nämlich noch einiges mehr nötig. Da gibt es das Stoppbit, für das am besten eine von Natur aus langsame Ratte benutzt wird. (Bei Zweien ist der Bremsweg entsprechend kürzer.) Außerdem wird ein Antwortsignal benötigt, bei dem solch ein Tierchen auch die Fähigkeit zum Zuhören haben muss. Kurz und gut, da auch noch dauernd der Käfig saubergemacht werden muss, sollte man auf diese Arbeitsweise verzichten, und die Ratten in die Freiheit entlassen, vielleicht in der Umgebung eines Postamtes. Mittlerweile ist es auch schon Mitternacht, und wir können wieder mal versuchen eine Mailbox zu erreichen. Also: wieder wählen und lauschen. Und tatsächlich, es ist ein mehr oder weniger deutliches "Pieep" zu vernehmen. Es ist der Computer, genauer gesagt das Programm, ganz genau gesagt der Carrier, der uns zu verstehen gibt: "hier bin ich, die DFÜ kann beginnen". Mist! Das hätte man vorher wissen sollen! Bis Ihr jetzt den Computer eingeschaltet, die Software geladen und gestartet habt, ist die Verbindung längst weg. Das Ganze nennt sich Timeout, und dient dazu, auch anderen Freaks die Möglichkeit zu geben dem "Pieep" (auch Carrier genannt) der Mailbox zu lauschen. Für den zweiten Versuch sollte der Computer also eingeschaltet und das Programm geladen sein. Wenn Ihr das Zeichen hört, drückt den Hörer schleunigst in den Koppler, und schon erscheint das Titelbild der Box auf dem Bildschirm. Die darauffolgende Frage nach dem Namen könnt Ihr nur beantworten, wenn Ihr einen habt. Wenn nicht, dann nehmt bitte etwas Originelles, z.B. Dr. Bakterius, Glombofax oder Megasieb. Namen wie Hacker, Superman oder Joshua werden nur noch von den phantasielosesten Gesellen in der allerersten Anfangszeit benutzt, und verweisen auf einen niedrigen Intelligenzquotienten. Die nächste Frage ist jene nach dem Passwort. Holt nun Euren neuen, maschinen- lesbaren Personalausweis, schaut nach, welche Zeichenfolge Euch am besten gefällt, und gebt dieselbe ein. Da die ja dem Sysop naturgemäß fremd ist, werdet Ihr auf Gastlevel niedergestuft. Die Frage GAST JA/NEIN beantworte man tunlichst mit "J", da es vielleicht etwas zu trinken gibt. Merke: die wenigsten Sysops sind Abstinenzler (abgesehen vielleicht von denen der Katholischen Sozialhilfe). Die ganze Prozedur heißt "Einloggen", was soviel wie "Reinkommen" bedeutet. Ist man erstmal drin (in der Mailbox) steht man vor einer Bretterwand. Das Inhalts- verzeichnis einer anständigen Mailbox wird nämlich in sogenannte Bretter unterteilt. Diese Unterteilung ist auf den berühmten Hunde- züchter und allseits anerkannten Dünnbrettbohrer Christian Blackpenny zurückzuführen. Dieser entwickelte das Mailboxsystem und führte es international ein - daher der Name FidoNet. Leider verirrte er sich in demselben und gilt seit dem Zeitpunkt als vermisst, in dem ein unvorsichtiger Sysop die Leitung durch einen voreiligen ATH0-Befehl kappte. Damit es Euch nicht ähnlich ergeht, solltet Ihr die Bretter systematisch durchforsten. Das kostet zwar Zeit, (und die ist bekanntlich Geld) das ist aber nicht besonders tragisch wenn man ein Firmentelefon benutzen kann, und nicht gerade stundenlange Chats mit Übersee fährt. Und damit sind wir schon beim letzten Punkt, nämlich der Telefonrechnung. Zum unbedingten Statussymbol eines halbwegs ernstzunehmenden Hackers gehört in jedem Falle eine Telefonrechnung die mindestens 20% des monatlichen Bruttoeinkommens ausmacht. Niedrigere Summen lassen berechtigte Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Hobbys aufkommen, und haben im Wiederholungsfalle eine Sperrung des Teilnehmeranschlusses sowie einen zwangsläufigen Anschluss an BTX zur Folge; im Wiederholungsfall kann auch eine Verkabelung verfügt werden. Zum Abschluss noch einmal einige Fragen: Wohin mit den Ratten? a.) der Freundin schenken b.) ab in die Natur c.) an die nächste Mailbox schicken Bretter sind... a.) dazu da, durchbohrt zu werden b.) Kopfschmuck eines Hackers c.) die rustikale Verkleidung einer Mailbox Eine gute Mailbox erkennt man... a.) an den gutdressierten Ratten b.) am Belegtzeichen c.) an der Telefonrechnung

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